Sicherheit

Sicher unterwegs – Gefahren erkennen, richtig handeln

Die Natur ist kein gefährlicher Ort – aber sie hat ihre eigenen Regeln. Wer sie kennt, kann unbeschwert eintauchen.

Tiere

Insekten, Wildschweine oder ein Fuchs am Wegesrand – die meisten Tiere meiden den Menschen. Trotzdem kann es zu Begegnungen kommen. Hier erfährst du, wie du dich schützt, richtig reagierst und im Ernstfall die passenden Maßnahmen ergreifst.

Zecken
  • Vorkommen: hohes Gras, Waldränder, Unterholz, Hecken
  • Prävention: lange, helle Kleidung; Hosen in Socken/Stiefel stecken; Repellentien auf Kleidung und freiliegende Haut
  • Nach dem Aufenthalt: gesamten Körper absuchen (u. a. Kniekehlen, Achseln, Leisten, Hals, hinter den Ohren)
  • Entfernen: Zecke möglichst nahe an der Haut mit feiner Pinzette oder Zeckenkarte langsam und gerade herausziehen; keine Hausmittel wie Öl oder Hitze
  • Nachsorge: Bissstelle desinfizieren, markieren/Foto machen, Beobachten auf Rötung oder grippeartige Symptome
  • Wann zum Arzt: wachsender roter Hof um die Einstichstelle, Fieber oder grippeähnliche Beschwerden
Wildschweine
  • Vorkommen: Wälder, Feldränder, Mais- und Erdbeerfelder, auch in Randlagen von Siedlungen
  • Risiko: Tiere sind meist scheu; Muttertiere mit Frischlingen können aggressiv reagieren
  • Verhalten bei Sichtung: Ruhe bewahren, langsam und ruhig Abstand gewinnen; nicht weglaufen oder zwischen Mutter und Frischlinge treten
  • Futterreste: kein Essen liegen lassen (lockt an) und Abfälle gesichert mitnehmen
  • Aggressiver Vorfall: laut und bestimmt zurückweichen, bei Notwehrschutz zwischen sich und Tier bringen (z. B. Baum)
  • Nach Verletzung: Blutende Wunden versorgen, in Zweifelsfällen tierärztliche/ärztliche Versorgung prüfen (Infektionsrisiko)
Wespen
  • Vorkommen: Waldränder, offene Plätze, Picknick- und Rastplätze, in Boden- oder Baumnestern
  • Verhalten: im Spätsommer/Herbst oft aggressiver (Nahrungssuche)
  • Prävention: Süßes und Getränke abdecken, Ruhe bewahren bei Annäherung, keine schnellen Schwungbewegungen
  • Bei Stich: betroffene Stelle kühlen, Haut beobachten auf Schwellung/Rötung
  • Lebensbedrohliche Reaktion: Atemnot, Schwellungen im Gesicht/Mund, Kreislaufkollaps → sofort Notruf
Mücken
  • Vorkommen: Waldränder, offene Plätze, Picknick- und Rastplätze, in Boden- oder Baumnestern
  • Verhalten: im Spätsommer/Herbst oft aggressiver (Nahrungssuche)
  • Prävention: Süßes und Getränke abdecken, Ruhe bewahren bei Annäherung, keine schnellen Schwungbewegungen
  • Bei Stich: betroffene Stelle kühlen, Haut beobachten auf Schwellung/Rötung
  • Lebensbedrohliche Reaktion: Atemnot, Schwellungen im Gesicht/Mund, Kreislaufkollaps → sofort Notruf
  • Allergiker: Notfallset (z. B. Adrenalin-Autoinjektor) immer dabei

Trockene Sommer, ausgedörrte Böden, ein Funke – und es kann losgehen. Waldbrände entstehen oft schneller, als man denkt, und sind lebensgefährlich. Hier erfährst du, wie du sie verhinderst und dich im Ernstfall richtig verhältst.

Waldbrand

Verhalten

Warnstufen

Waldbrandgefahrenstufen 1 bis 5 (DWD)

  • Stufe 1–2: geringe Gefahr
  • Stufe 3: mittlere Gefahr – Vorsicht geboten
  • Stufe 4: hohe Gefahr – kein offenes Feuer
  • Stufe 5: sehr hohe Gefahr – Waldgebiete meiden, Betretungsverbote möglich
  • Aktuelle Warnstufe: DWD-Website oder örtliches Forstamt
  • Keine Zigarettenkippen wegwerfen – häufigste Brandursache
  • Keine Glasflaschen liegen lassen – Brennglaswirkung
  • Auto nicht auf trockenem Gras parken – heißer Katalysator kann Boden entzünden
  • Keine brennenden oder glimmenden Gegenstände im Wald zurücklassen
  • Bei Rauchentwicklung: Ruhe bewahren, Windrichtung bestimmen
  • Quer zur Windrichtung vom Feuer wegbewegen – nie entgegen der Windrichtung

Erste Hilfe

Ein Sturz, ein Stich oder plötzlicher Kreislauf – in der Natur bist du oft auf dich gestellt. Hier findest du die wichtigsten Maßnahmen für die häufigsten Notfälle unterwegs.

  • Symptome: Schwindel, Übelkeit, Schwäche, kalter Schweiß
  • Ursachen: Überanstrengung, zu wenig getrunken/gegessen
  • Maßnahmen: Hinlegen, Beine hoch, trinken, Ruhe
  • Vorbeugung: regelmäßig trinken, Pausen, nicht auf leeren Magen
  • Kleine Schnitte: spülen, desinfizieren, Pflaster
  • Stärkere Blutungen: abdecken, Druck ausüben, hochhalten, Notruf 112
  • Erste-Hilfe-Set immer griffbereit im Rucksack
  • Symptome: Zittern, kalte blasse Haut, Verwirrtheit, Teilnahmslosigkeit (hört Zittern auf = kritisch)
  • Maßnahmen: Nasse Kleidung ausziehen, warm einpacken, warme (nicht heiße) Getränke, Wärmflasche
  • Nicht: Alkohol geben, nicht heiß baden
  • Vorbeugung: Zwiebelschichten, Mütze, ausreichend essen
  • Symptome: Heiße rote Kopfhaut, Kopfschmerzen, Übelkeit, Nackensteifigkeit
  • Ursache: Zu lange direkte Sonne auf den Kopf
  • Maßnahmen: Sofort in den Schatten, Kopf kühlen, trinken, Oberkörper hoch
  • Bei Bewusstlosigkeit/Verwirrtheit: Notruf 112
  • Vorbeugung: Kopfbedeckung, Mittagssonne meiden